Wer KI im Team einführen will, landet schnell bei dieser Frage, meist mit dem Gefühl, es gebe die eine richtige Antwort. Beide Assistenten sind gut. Für deinen Betrieb entscheidet die Einrichtung mehr als das Modell. Ein paar Unterschiede zählen trotzdem.
Was beide können
Texte schreiben und überarbeiten, lange Dokumente zusammenfassen, E-Mails entwerfen, Tabellen auswerten, Fragen zu euren Unterlagen beantworten. Beide bieten Business-Tarife, in denen eure Eingaben standardmäßig nicht zum Training genutzt werden. Bei privaten Konten hängt das von den Einstellungen ab, und dort liegt in vielen Teams das größere Risiko.
Wo Claude stark ist
Claude ist der KI-Assistent von Anthropic. Ich arbeite selbst jeden Tag damit, und drei Stärken fallen mir dabei immer wieder auf:
- Lange Unterlagen. Verträge, Handbücher und ganze Dokumentensammlungen liest er am Stück und bleibt genau.
- Ton. Seine Texte klingen weniger nach Maschine und lassen sich gut auf euren Stil einstellen.
- Projekte mit Firmenwissen. Ihr legt Vorlagen, Preise und Beispiele einmal ab, und das ganze Team arbeitet damit.
Wo ChatGPT stark ist
ChatGPT von OpenAI ist der bekanntere Assistent. Viele im Team haben ihn schon ausprobiert, das senkt die Hürde. Dazu kommen Bilderzeugung, ein ausgereifter Sprachmodus und viele fertige Erweiterungen. Arbeitet ihr viel mit Bildern oder sprecht lieber, als zu tippen, kann das den Ausschlag geben.
„Der bessere Assistent ist der, den dein Team eingerichtet bekommt und jeden Tag nutzt.“
Die drei Fragen, die entscheiden
- Womit arbeitet ihr am meisten? Lange Texte und Dokumente sprechen für Claude, Bilder und Sprache eher für ChatGPT.
- Was nutzt das Team schon? Ein Werkzeug, das alle kennen, setzt sich eher durch als das auf dem Papier bessere.
- Welche Daten sollen hinein? Bei sensiblen Kundendaten zählt vor allem, wo die KI rechnet. Mehr dazu in Was ist ein KI-Server?.
Ich richte vor allem Claude ein, weil ich selbst damit arbeite. Passt ChatGPT oder ein anderes Werkzeug besser zu euch, sage ich dir das.
Welcher Assistent es auch wird: Weiß jeder im Team, wofür er ihn nutzt und welche Daten hinein dürfen, hört das Ausprobieren auf. Übrig bleibt ein Kollege, der die Routine übernimmt, und ein freier Kopf. Das ist der Merak-Effekt, auf den ich hinarbeite.


